Doris Josquin

Welches Empowerment-Training hast Du/ haben Sie besucht?

Die Trainingsreihe in Bremen zu „Partizipation durch Empowerment“

  • Warum hast Du / haben Sie an einem Empowerment-Training teilgenommen?

Um Erfahrungen auszutauschen.
Ich habe viel positives aus der Gruppe mitgenommen.
Einige Kontakte bestehen heute noch.

  • Mein Herz schlägt für Empowerment, weil…

…wir vielen Menschen Mut gemacht haben und Ideen weitergeben konnten.

  • Wie hat sich dein/ Ihr Alltag verändert durch das Empowerment-Training?

Ich bin noch selbstbewusster geworden und kann konsequenter die Interessen der behinderten Menschen vertreten. Ich selber bin seit 63 Jahren körperbehindert. Ich habe Kinderlähmung im Krankenhaus bekommen.

  • Mein schönster / größter Erfolg durch das Empowerment:

Nette Menschen kennengelernt zu haben. Durch diesen Kontakt wird das Empowerment immer noch gepflegt.

  • Mit Empowerment und Empowerment-Trainings werden oft folgende Sätze verbunden, welche treffen auf Deine/Ihre Erfahrungen zu?
  • Aus der Opferrolle herauskommen --> Ich fühle mich nicht mehr als Opfer.
  • Bewusstsein für die eigene unveräußerliche Würde entwickeln --> Ich weiß jetzt: Ich bin so, wie ich bin, in Ordnung. Ich bin als Mensch wertvoll. Und dieses Gefühl darf mir niemand weg nehmen.
  • Soziale Netzwerke bilden --> Kontakt zu anderen Menschen sind sehr wichtig. Man kann sich gegenseitig unterstützen.
  • Entwicklung von vielfältigen Kompetenzen --> Ich kann (habe) neue und verschiedene Stärken und Fähigkeiten entwickelt.
  • Keine Ehrfurcht vor „künstlichen“ Autoritäten haben --> Ich weiß jetzt: Ich muss keine Angst vor Menschen haben, die so tun, als ob sie mehr Macht als ich haben.
  • Handlungsfähigkeit gewinnen, aktiver Umgang mit Problemen --> Ich weiß jetzt: Ich kann mein Leben selber in die Hand nehmen. Ich kann selber etwas tun, um Probleme zu lösen.
  • Den Aussagen kann ich voll und ganz zustimmen.
  • Noch mehr soziale Netzwerke knüpfen.
  • Dazu ist noch meine Erfahrung:

Ich habe mich als behinderte Frau nie „anders“ gefühlt. Mein ganzes Leben ist normal verlaufen. Normale Schulen, gelernte Verwaltungsangestellte, verheiratet, 2 Kinder, 4 Enkelkinder, Vorsitzende des Arbeitskreises A.S.G. der Gemeinde Ganderkesee. Er ist ein Dachverband von 16 Selbsthilfe-und Intiativgruppen (Behindertenbeirat). Für den 11.9.2016 kandidiere ich für den Gemeinderat. Ich bin auch noch in anderen Gruppen tätig.